Gardelegen

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Die Askanier und die Altmark


Der Askanische Adler

Die Askanier sind ein schwäbisch-fränkisches Adelsgeschlecht, ihre Herrschaft erstreckte sich einst vom Harz über die Altmark bis zur Oder. 1134 erhielt der Askanier Albrecht der Bär die Altmark von Kaiser Lothar III. als Lehen. Die Altmark wurde zum Ausgangspunkt für die Eroberung, Besiedlung und Christianisierung der späteren Mark Brandenburg. Der Name "Askanier" entstand im frühen 13. Jahrhundert, die Askanier benannten sich nach ihrem damaligen Stammsitz Ascegereslebe (lateinisch: Ascharia), dem heutigen Aschersleben. Der askanische Adler ist auch heute noch Bestandteil der Wappen vieler Städte im ehemaligen Herrschaftsgebiet der Askanier, so auch in Gardelegen. Der askanische Adler tritt erstmals in dem Standbildsiegel des Askanier Ottos I. von 1170 auf, er zeigt sich frei schwebend von vorn mit ausgebreiteten Schwingen und nach rechts blickend. Er ist in der Farbe Rot gehalten, golden bewehrt und rot gezungt. Die Fänge sind geöffnet und seine Schwingen sind je mit einen goldenen Kleestengel belegt. Mit der bei den Askaniern üblichen Erbteilung, der Aufteilung des Erbes unter allen Söhnen zersplitterte die askanische Macht. 1212 erhielt Heinrich, ein Enkel Albrechts des Bären die Burg Anhalt als Erbteil. Er gründete das Fürstentum Anhalt und wurde Fürst Heinrich I. von Anhalt. Nach dem Tod Heinrich I. 1252 erfolgte die Teilung in Anhalt-Aschersleben, Anhalt-Bernburg und Anhalt-Köthen. In den darauf folgenden Jahrhunderten kam es mehrfach zu Vereinigungen und weiteren Teilungen der anhaltischen Fürstentümer. Erst 1863 konnte die Linie Anhalt-Dessau, die seit 1807 Inhaber der Herzogswürde war alle anhaltischen Länder zum Herzogtum Anhalt vereinigen. Das Herzogtum Anhalt wurde bis zur Novemberrevolution 1918 von den direkten männlichen Nachkommen der Askanier regiert. Aus dem Herzogtum wurde in der Weimarer Republik der Freistaat Anhalt, aus dem zusammen mit der ehemaligen preußischen Provinz Sachsen das Bundesland Sachsen-Anhalt hervorging. Eines der bekanntesten Mitglieder des Hauses Anhalt war die Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst-Dornburg, sie wurde am 23. September 1762 in der Himmelfahrtskathedrale des Moskauer Kreml zur Zarin Katherina II. von Russland gekrönt.






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