Gardelegen

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Die Marienkirche in Gardelegen


Die Marienkirche

Um 1200 war dieser Backsteinbau vermutlich eine flach gedeckte Basilika, die Mitte des 13. Jahrhunderts zur fünfschiffigen Halle umgebaut und dann im frühen 14. Jahrhundert neu gebaut wurde. Nach einer Feuersbrunst 1306 soll der Magister Petrus als Angehöriger der Familie der Edlen von Gardelegen die Erweiterung der Kirche durch den Chorbau als Bauherr geprägt haben. Die Marienkirche ist sehr oft durch Stadtbrände geschädigt oder zerstört worden, so 1309, 1470 und 1503. Mit der Reformation ist die Marienkirche zur Hauptkirche der Stadt geworden, der viele Bürger reiche Geschenke machten. So wurde z. B. 1543 auf dem Marienkirchturm eine Schlaguhrglocke für den Stundenschlag angebracht. Im Jahr 1558 wurde der nördliche zweigeschossige Renaissanceanbau mit der prächtigen Brauttür ausgeführt. Dieser Bau wurde durch Bonifacius Trustedt und Paul v. d. Horst finanziert. Um den Bezug als Bürgerkirche zu verdeutlichen wurde die Kirchenspitze im wesentlichen der Spitze des Rathauses ähnlich gestaltet. Am 20. Mai 1658 stürzte während der Nachmittagspredigt dieses Himmelfahrtstages ein großer Teil des Turmgemäuers in die Kirche und tötete 22 Menschen, 11 Männer und 11 Frauen, und verletzte weitere 30 Personen. Am 25. Juni des gleichen Jahres stürzte dann der restliche Turm der Kirche ein. Nur der Chor und der nördliche Anbau mit Orgel und Kanzel blieben einigermaßen erhalten. Gleich darauf folgte dann am 13. August noch ein großer Stadtbrand. Die ganze Kirche war etwa 1660 notdürftig und 1662 vollständig wieder aufgebaut, der Turm wurde erst in den neunziger Jahren vollendet.






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