Gardelegen

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Ortsumgehung Gardelegen


Die Ortsumgehung Gardelegen wurde am 12. Dezember 2000 für den Verkehr freigegeben, sie führt den Transitverkehr der B71 und B188 nördlich an Gardelegen vorbei. Während der Bauarbeiten führte das Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt, an einer seit längerem durch Lesefunde bekannten Fundstelle am unteren Wißberg baubegleitend Ausgrabungen durch. Relativ schnell stand fest das sich dort die Reste einer urgeschichtlichen Siedlung befanden. Auf dem etwa 30 m breiten Streifen der Ausgrabung wurden ein Pfostenbau, ein Grubenhaus und zahlreiche Siedlungsgruben nachgewiesen. In den Siedlungsruben fand man u.a. ganze Scherbenpackungen, die zu mehreren Gefäßen rekonstruiert werden konnten, ungewöhnlich viele feinkeramische Gefäße, eine auf den Kopf gedrehte, nur leicht beschädigte Terrine die vollständig mit schwarz verbrannten Tierknochen gefüllt war, mehrere Webgewichte, Löffel aus Ton, eine stattliche Anzahl rund zugeschlagener Keramikscheiben, die vermutlich als Spielsteine benutzt wurden und drei Bronzenadeln. Anhand der Keramikfunde datierten die Archäologen die Siedlung in die Zeit der Jastorf-Kultur, der älteren vorrömischen Eisenzeit (800 - 450 v. Chr.).



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